Seit einer Woche bin ich 60.
Und je älter ich werde, desto weniger interessiert mich Anpassung. Desto mehr interessiert mich Gestaltung.

Ich habe in den letzten Jahrzehnten viele Organisationen, Führungskräfte und Teams begleitet. Ich habe erlebt, wie Menschen wachsen, wenn sie Verantwortung übernehmen. Und ich habe erlebt, was passiert, wenn Angst, Machtspiele oder Bequemlichkeit Entscheidungen bestimmen.

Deshalb glaube ich heute mehr denn je: Unsere Welt braucht nicht mehr Tempo. Sie braucht mehr Reflexion. Sie braucht Führungskräfte, die zuhören können. Politiker:innen, die nachdenken, bevor sie reagieren. Organisationen, die Demokratie nicht nur predigen, sondern leben.
Genau dafür schaffe ich Räume. Im Coaching. In der Supervision. In der Organisationsentwicklung.

Räume, in denen Klarheit entstehen darf. Räume, in denen Widersprüche ausgehalten werden. Räume, in denen Menschen wieder handlungsfähig werden.
Mit 60 weiß ich: Neutralität ist nicht immer eine Tugend. Auch nicht als Coach und als Supervisorin.

Wenn es um Menschenwürde, Demokratie, Nachhaltigkeit und Chancengerechtigkeit geht, braucht es Haltung. Und Haltung beginnt mit Reflexion.

Ich habe Lust, weiter mitzugestalten. Menschen zu begleiten. Fragen zu stellen. Den Finger in die Wunde zu legen. Mut zu machen. Denn Veränderung beginnt selten mit Antworten. Sie beginnt mit dem Mut, genauer hinzuschauen.

60. Weiblich. Europäisch. Klar. Neugierig. Und noch lange nicht fertig!